OLTIS Group – Digitalisierung der Bahn

Meine Arbeit besteht nicht nur aus Übersetzungen, Dolmetschen und der Welt der Sprachen, sondern auch aus zwei großen Fachbereichen, die ich in meiner Arbeit und in meinen Projekten sehr gerne verknüpfe. Es sind erstens die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), und zweitens die Bahntechnologien und Fachkenntnisse über den Bahnverkehr. Lesen Sie mehr…

Hintergrund und eine ganz logische Entwicklung

Weidermal muss ich einen kleinen Abstecher in meine Urgeschichte machen. Außer meiner Faszination für die Bahn hatte ich immer auch eine gewisse Neigung zur Mathematik. Nicht nur, dass ich darin immer irgendwie gut war – es war allen Ernstes mein Lieblingsfach! – ich war schon seit meinen Grundschuljahren auch erfolgreicher Teilnehmer der Mathematik-Olympiade.

Wo wurde meine Neigung zur Mathematik gefördert (Quelle: Facebook vom Gymnasium Jaroška)

Dies hat letztendlich meinen weiteren Lebenslauf vorbestimmt: Nach der Grundschule folgte ein Gymnasium mit mathematischer Ausrichtung und dann mathematische Informatik als Studiengang an der Uni. Computer erlebten Anfang der 1990er Jahre einen riesigen Boom und vor allem eine Umwandlung von (sehr vereinfacht gesagt) teuren und nur von hochgebildetem Personal bedienbaren Laboreinrichtungen in allgemein verbreitete Technik, die sich nicht nur für Datenverarbeitung, sondern auch für Kommunikation und Unterhaltung eignete. So fing endlich in einem anständigen Ausmaß das an, was wir heute nach 30 Jahren Digitalisierung nennen.

Eine Verknüpfung beider Fachbereiche war für mich eine klare Wahl – der zweite Studiengang Eisenbahnwesen kam kurz danach, teils parallel zur Informatik. Fast 15 Jahre arbeitete ich (und 10 davon sehr intensiv) mit der tschechischen Firma OLTIS Group zusammen, bei der ich zur Digitalisierung oder „Informatisierung“ der Bahn bedeutend beitrug.

IKT-Systeme im Bahnverkehr und Strategieberatung

Worauf lag also der Schwerpunkt? Die Gesellschaft OLTIS Group – heutzutage ein Holding mit über 250 Mitarbeitern – beschäftigt sich mit der Entwicklung der IKT-Systeme und Applikationen für die Bahn, das bedeutet Fahrplanerstellung, Trassenvorbereitung, Datenerfassung aus dem Betrieb und mehr. Dazu kamen Systeme und Applikationen für den LKW-Transport, Kombiverkehr, Logistik und Lagerung. Da gab es also einiges zu tun, oder? (Mehr über die OLTIS Group: siehe www.oltisgroup.com.)

 

Betriebsleitsysteme für einen Fahrdienstleiter (Fdl) – diese sind aufgrund eines Strategieprojekts mit meiner Mitwirkung im elektronischen Stellwerk (ESTW) integriert: Krasíkov, Tschechien, 2007

Ich beschrieb meine Position als Business Consultant und Strategieberater. Meine Aufgabe bestand nämlich darin, immer an der Neuentwicklung oder vorgesehenen Weiterentwicklung und Weiterverknüpfung der IKT-Systeme für Planung und Steuerung des Bahnbetriebs zu arbeiten. Das hieß Konzepterstellung, Präsentierung neuer Lösungsideen, Machbarkeitsstudien und Implementierungsstudien. Ich stand dadurch grundsätzlich am Anfang vieler bedeutender und interessanter Systeme, Applikationen, Lösungen und Innovationen und meine Arbeit war stets der Startschuss dieser Projekte. Heutzutage sieht man meine Spuren in vielen IKT-Systemen bei der tschechischen Bahn: DK (E-Fdl), ISOŘ und CDS (E-BLZ), KADR (Trassenanträge), bei der Implementierung der europäischen Normen TAF TSI und vielem mehr. Darauf darf man schon stolz sein, oder?

Betriebsleitsysteme auf einer höheren Ebene: Betriebsleitzentrale (BLZ) in Bohumín, Tschechien, 2008

Konferenzen, Marketing, F&E oder R&D

Gut fünf Jahre war ich im Handel und Marketing engagiert. Das bedeutete nicht nur Vorbereitung und Unterstützung der Business Cases, Verhandlungen und Ausschreibungen, sondern auch die Erstellung von Marketing-Strategien, Marketing-Studien, Analysen und mehr. Ich präsentierte die Gesellschaft nicht nur bei den Kunden, sondern auch in Fachartikeln, Werbematerialien oder bei unterschiedlichen Veranstaltungen.

Internationale Konferenzen sind seit Jahren auch ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit (Foto: Kamil Vykopal, http://www.railconference.com)

Unter den Veranstaltungen ragten insbesondere die Fachkonferenzen hervor, die wir bei der OLTIS Group in Zusammenarbeit mit der Marketing-Abteilung organisierten. Diese fand ich (und finde sie noch immer) sehr spannend: Es geht nicht nur um die Präsentationen und Organisation, sondern auch um die Menschen und Fachleute, um (modern ausgedrückt) Networking, und auch um Ideen, Visionen, Projekte und Zukunftsentwicklungen. Das ist für mich vielleicht einer der wichtigsten Aspekte meiner Arbeit: Ich schaue sehr gerne in die Zukunft und noch lieber wirke ich bei ihrer Gestaltung mit.

Aus demselben Anreiz war ich auch an vielen F&E, oder auf Englisch R&D Projekten beteiligt. Diese bedeuteten und bedeuten für mich ebenfalls viel: Nicht alle enden zwar mit einem erfolgreichen Produkt oder einer Applikation, oder zumindest mit einem funktionalen Prototyp, trotzdem zeigen sie immer neue, interessante Wege für die weitere Entwicklung. Die F&E-Projekte sind ein ziemlich umfangreiches Thema, daher widme ich ihnen einen selbständigen Post.

Ergebnisse des F&E Projekts „LOGI-GATE“ wurden auch auf dem Eisenbahnversuchsring von VÚŽ in Velim getestet (August 2011)

Ein Teil des Lebens

Ja, die Arbeit für OLTIS Group war ein schöner Teil meines (Berufs)Lebens. Seit ein paar Jahren bin ich aber in eine andere Laufbahn eingestiegen – im weitesten Sinne bin ich jedoch beim Thema geblieben, d.h. bei Technologien und Innovationen für die moderne Bahn. Dazu gehören beispielsweise die Diagnosetechnik und Zugkontrolleinrichtungen (ZKE), oder auch die Oberleitungsmessfahrten, die ich in großem Umfang und mit großer Begeisterung beschreibe.

Innovationen, Technologien, Datenerfassung, IKT-Systeme, Applikationen, Diagnosetechnik. Verknüpfen, weiterentwickeln, unterstützen, kooperieren, digitalisieren. Solche Stichworte gewinnen bei meiner Arbeit immer mehr an Bedeutung. In welchem Bereich oder bei welchen konkreten Projekten können wir diese Begriffe mit Ihnen verwenden? Wie kann ich Sie bei Ihrer Entwicklung und Innovationen unterstützen?

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